Die städtische GESOBAU AG betreut im Kerngeschäft Mieterinnen und Mieter in rund 37.000 eigenen Wohnungen in West und Ost und ist der größte An- bieter von Wohnungen im Norden der Hauptstadt. Der Wohnungsbestand der Gesellschaft ist dabei weit gestreut: vom Vorzeigeprojekt des Wohnungsbaus der 60er-Jahre, dem Märkischen Viertel, über Gründerzeithäuser im begehrten Pankow, idyllischen Wohnungen in citynaher Lage in Weißensee, Altbauten im ehemaligen Arbeiterbezirk Wedding bis zu einer kleinen, aber feinen Auswahl an Wohnungen in Wilmersdorf. Die GESOBAU ist ein solides und wettbewerbs- fähiges Unternehmen und engagiert sich nachhaltig für gute Nachbarschaften in ihren Quartieren.
Zusammen mit der GESOBAU hat sich die Fernheizwerk Märkisches Viertel GmbH das Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß der Großwohnsiedlung Märkisches Viertel zu senken. Mit unserem Partner setzen wir damit ein deutliches Zeichen zum Klimaschutz. 2008 fiel der Startschuss für die Komplettmodernisierung des Märkischen Viertels mit 13.000 Wohnungen. Das Modernisierungsprojekt der GESOBAU hat ein Investitionsvolumen von ca. 440 Mio. € und soll 2015 abgeschlossen sein. Es ist damit das größte Sanierungsvorhaben von Großsiedlungen deutschlandweit.

Durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen werden Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit des Märkischen Viertels gesteigert. Neue, verlustarme Rohr- und Verteilersysteme werden eingebaut, Heizkörper ausgetauscht, veraltete Einrohrsysteme werden durch zeitgemäße Zweirohrsysteme ersetzt. Auch der Wärmeverlust über die Außenfassade wird durch das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems deutlich reduziert. Dächer und Kellerdecken werden ebenfalls wärmegedämmt und alte Fenster gegen moderne Isolierkunststofffenster ausgetauscht.
Durch neue fernablesbare Messgeräte können die Verbrauchsgewohnheiten der Mieter exakt erfasst werden. Zusammen mit der geplanten Wärmeversorgung über regenerative Energien zusätzlich zur bisher bestehenden Fernwärme und den Einsatz von Kraft-Wärmekopplung wäre die Energieversorgung des Märkischen Viertels künftig CO2-neutral.
Klimaschutz lohnt sich aber nicht nur für die Umwelt. Neben steigendem Wohnkomfort und einem höheren Wohlfühlfaktor werden die Heizkosten für den einzelnen Mieter sinken.
Wie bereits mit dem Bau der Großbausiedlung ab 1962 nimmt das Märkische Viertel damit erneut bundesweit eine Vorreiterrolle ein und wird Europas größte Niedrigenergiesiedlung.


Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer und GESOBAU-Vorstand Jörg Franzen erföffnen die Infobox Märkisches Viertel
im September 2008